Erkner Fürstenwalde
  • 02. Mai 2019 Schnuppertage
  • 08. Mai 2019 Ermutigung in Fürstenwalde
  • 29. Mai 2019 Regine Hildebrandt Tag / Chor- und Band-Festival in Fürstenwalde
  • 06. Juni 2019 Staffeln in Eisenhüttenstadt
  • 12. Juni 2019 Schulfahrt Irrlandia

SCHULPROGRAMM AN DER REGINE - HILDEBRANDT - SCHULE

1. Gesetzliche Grundlagen

Grundlagen der sonderpädagogischen Förderung an einer Schule mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „geistige Entwicklung“ sind die aktuellen gesetzlichen Regelungen. Neben dem Brandenburger Schulgesetz sind die Sonderpädagogikverordnung vom 20. Juli 2017 mit der Verwaltungsvorschrift vom  02. August 2007 sowie der Rahmenlehrplan für den Erwerb des Abschlusses der Schule mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „geistige Entwicklung“ der Jahrgangsstufen 1 bis 10 und der Jahrgänge 11/12 verbindlich.

2. Lokale Bildungssituation an der Schule

Die Regine-Hildebrandt-Schule, Schule mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ Fürstenwalde/Erkner besteht aus zwei Schulteilen. Sie ist eine Ganztagsschule. Für berufstätige Eltern und Erziehungsberechtigte betreuen pädagogischen Mitarbeiter unsere Schülerinnen und Schüler von 6:30 - 8:00 Uhr und von 15:00 - 17:00 Uhr in unserer Einrichtung. Zum Einzugsbereich unserer Schule gehören der Landkreis Oder-Spree, Randgebiete von Berlin und der Landkreis Märkisch-Oderland.

Im Schulteil Fürstenwalde lernen derzeit 102 Schüler, im Schulteil Erkner 48 Schüler. An beiden Schulteilen unterrichten 48 Lehrkräfte, davon 27 Sonderpädagogen mit einer Qualifizierung in den Fachrichtungen geistige Entwicklung, körperliche und motorische Entwicklung, emotionale und soziale Entwicklung, Sehen, Hören, Sprache und Lernen.

10 Pädagogische Unterrichtshilfen unterstützen die Arbeit der Lehrkräfte, vier Erzieher organisieren eine Betreuung und Angebote in der außerunterrichtlichen Zeit.

Beide Schulteile befinden sich in der Trägerschaft des Landkreises Oder-Spree. Die Bereitstellung finanzieller Mittel für Bau, Ausstattung und Lehrmaterialien erfolgt über den Landkreis. Das Amt für Soziales entscheidet und organisiert die Begleitung einzelner Schüler durch einen Einzelfallhelfer, das Schulverwaltungsamt über den täglichen Transfer unserer Schüler zur Schule und nach Hause.

Die Einstellung von qualifizierten Lehrkräften und Pädagogischen Unterrichtshilfen liegt in der Verantwortlichkeit des Staatlichen Schulamtes Frankfurt (Oder).

In beiden Schulteilen wird eine physiotherapeutische, ergotherapeutische und logopädische Betreuung durch externe Therapeuten ermöglicht.

Den Verwaltungs- und den technischen Bereich der Schule unterstützen zwei Schulsachbearbeiterinnen (Halbtagskräfte), drei Wirtschaftskräfte und im Schulteil Erkner ein Hausmeister.

3. Einsatz der Lehrkräfte

Die Schüler unserer Schule werden in insgesamt 21 Klassen unterrichtet, im Schulteil Fürstenwalde sind dies 13 Klassen, im Schulteil Erkner 8 Klassen.

Zwei Lehrkräfte und zwei Pädagogische Unterrichtshilfen unterstützen die sonderpädagogische Arbeit in Regelschulen, vier Sonderpädagogen sind bei der Begleitung und Diagnostik behinderter Schüler in der Sonderpädagogischen Förder- und Beratungsstelle des Landkreises tätig.

Die Sonderpädagogen und Lehrkräfte der Primarstufen arbeiten eng mit den Integrationskindertagesstätten „Sputnik“ in Fürstenwalde und „Knirpsenhausen“ in Erkner zusammen. Sie bereiten Vorschüler auf den Übergang in die Schule vor.

Um das gemeinsame Lernen und die gemeinsame Freizeitgestaltung von Menschen mit und ohne Behinderung zu fördern, bestehen enge Kooperationsbeziehungen zu folgenden Einrichtungen:

  • der Gossmann-Grundschule Fürstenwalde,
  • der Sonnengrundschule Fürstenwalde,
  • der Musikschule Fürstenwalde,
  • dem Oberstufenzentrum Fürstenwalde,
  • dem Fürstenwalder Aus- und Weiterbildungszentrum.


Die Berufsvorbereitung unserer Schülerinnen und Schüler wird in kooperativer Zusammenarbeit mit den Werkstätten für behinderte Menschen des Umkreises, der Agentur für Arbeit, dem Integrationsfachdienst und dem MIDRIA e.V. gestaltet.

Leitbild

1. An unserer Schule wird jeder Schüler mit seinen individuellen Besonderheiten akzeptiert.

Jedes Klassenteam erarbeitet für jede Schülerin, jeden Schüler einen individuellen Förderplan. Die Gestaltung des Unterrichts und eine individuelle Förderung ist auf die Umsetzung dieser Förderziele ausgerichtet. Der Lernstand in den Kulturtechniken und in den lebenspraktischen Bereichen wird jährlich erfasst und dokumentiert. Team-, Jahrgangs- und Fachkonferenzen dienen dem Austausch und der Erarbeitung erforderlicher Maßnahmen zur Förderung unserer Schülerinnen und Schüler. Die räumlichen, sächlichen und personellen Bedingungen werden so organisiert, dass den unterschiedlichen Entwicklungsmöglichkeiten unserer Schülerinnen und Schüler entsprochen wird.

2. Wir legen Wert auf soziales Lernen.

In unserer Schule lernen Schülerinnen und Schüler mit sehr individuellen Voraussetzungen. Schülerinnen und Schüler mit schwerer Behinderung profitieren besonders im sprachlichen, zwischenmenschlichen und lebenspraktischen Bereich von ihren Mitschülern. Gleichzeitig lernen die anderen Schüler, verantwortungsvoll Aufgaben zu übernehmen, sich für ihre Mitschüler verantwortlich zu fühlen. So entsteht ein soziales Gefüge, in dem Achtung, Wertschätzung und Freude am Lernen eine wichtige Rolle spielen.

3. Wir engagieren uns für eine gesunde Lebensweise unserer Schüler.

Wir vermitteln unseren Schülerinnen und Schülern Inhalte einer gesunden Lebensweise, erleben und gestalten diese im Schulalltag.

4. Wir pflegen und fördern die Zusammenarbeit mit Menschen ohne Behinderung und öffentlichen Einrichtungen.

Soziales Lernen beschränkt sich nicht nur auf die Schule. Deshalb pflegen wir kooperative Beziehungen zu anderen Schulformen, Kindertagesstätten und Einrichtungen der Stadt und Umgebung. Unsere Schülerinnen und Schüler bereiten den Übergang von Schule zu Beruf durch Praktika in kleineren Firmen und die Arbeit in Werkstätten für behinderte Menschen vor.

5. Wir legen Wert auf die Öffnung der Schule.

Für eine lebensnahe Vermittlung von Lerninhalten besuchen wir mit unseren Schülerinnen und Schülern außerschulische Lernorte. Wir öffnen unsere Schule für Gäste und Interessierte.

6. Wir führen unsere Schüler zu einer größtmöglichen Selbständigkeit.

Unsere Schülerinnen und Schüler erwerben lebenspraktische Kompetenzen, die sie zu einem möglichst selbstständigen Handeln befähigen. Sie dürfen und sollen an der Gestaltung von Schule und Unterricht entsprechend ihrer Möglichkeiten mitwirken.

7. Wir beziehen die Eltern und Erziehungsberechtigten in unsere Arbeit ein.

Wir laden die Eltern und Erziehungsberechtigte unserer Schülerinnen und Schüler zu Gesprächen ein und informieren sie über den Lern- und Entwicklungsstand ihres Kindes. Die Eltern und Erziehungsberechtigten haben die Möglichkeit, in Gremien an der Entwicklung von Unterricht und Schule mitzuwirken.

8. Wir bilden uns regelmäßig fort. Damit sichern wir die Professionalität und Qualität unseres Unterrichts.

Wir organisieren regelmäßig Schulinterne Fortbildungen, an denen Lehrkräfte und bei Bedarf die Pädagogischen Unterrichtshilfen und Erzieher teilnehmen. Fortbildungen, die unter dem Aspekt der Sicherheit stehen, werden verbindlich von uns besucht. Jeder Mitarbeiter nutzt zusätzlich die Möglichkeit, sich eigenverantwortlich weiterzubilden. Bei der Auswahl von Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen orientieren wir uns am aktuellen Bedarf und den Entwicklungsschwerpunkten unserer Schule.